Tafel mit dem Text Danke

Bitte und Danke

„Das Leben ist nicht so kurz,
dass es keine Zeit mehr gibt für Höflichkeit“

Ralph Waldo Emerson

Es gibt ein Wort das unheimlich wichtig im Leben ist. Es kann Türen öffnen und das Leben erleichtern. Es ist das Wort DANKE.
Dieses kleine Wort mit so viel Gewicht, drückt einiges aus.

Tafel mit Danke Think

Ursprünglich stammt „Danke“ von dem Wort „Denken“ (vgl. im Englischen „thank you“ von „think“, in Schwedischen „tack“ von „tänka“). Wer denken kann, kann auch Danke sagen. Das Wort „Danke“ ist fester Bestandteil der hiesigen Sprachkultur und drückt neben Höflichkeit auch Respekt gegenüber unseren Mitmenschen aus.

Dankbarkeit ist eine Gnade. Es kostet nichts Danke zu sagen. Wer nicht fähig ist Danke zu sagen, kann auf ungeahnte Probleme stoßen. „X hat sich nicht bedankt“ ist eine deutliche negative Definition, die auf die Gleichgültigkeit, Geiz und Unfreundlichkeit einer Person, zeigt. Dies kann einer anderen Person auch negativ auffallen und das Ansehen des Undankbaren senken, beschädigen oder ruinieren.

Dankbarkeit kann aber auch dazu führen, dass sich das positive soziale Verhalten im Wohltäter verstärkt. Denn geben ist seliger als nehmen (Paulus zitiert Jesus).

Wann soll ich Danke sagen? Wenn ich etwas erhalte, wie zum Beispiel Geld zurück an der Supermarktkasse, für ein Kompliment, für ein Geschenk. Oder wenn eine andere Person Umsicht zeigt und auf dem Gehweg zur Seite geht, um mir Platz zu machen oder die Tür aufhält. Oder mir etwas Gutes wünscht, wie „einen schönen Abend“, „gute Besserung“ oder „Frohe Weihnachten“. Beim letzten, heißt es „Danke, gleichfalls“ und nicht nur „Gleichfalls“. So viel Zeit muss sein.

Denn jeder Mensch wird sich über ernstgemeinte Dankbarkeit im Gegenzug für eine geleistete Hilfe freuen. Dabei spielt es keine Rolle wie man sich erkenntlich zeigt. In erster Hand verbal aber sei es durch ein freundliches Lächeln, durch eine nette Geste oder liebevolle Worte, der Empfänger wird es zu schätzen wissen, dass seine Hilfe honoriert wird.

Für ein Geschenk bedankt man sich. Ein Geschenk ist nicht nur ein Gegenstand, Dienstleistung oder Erlebnis, sondern auch Freundlichkeit, Gedanken und Aufmerksamkeit. Auch wenn das Geschenk nicht schön war, wenn man es nicht mag oder es langweilig war, es stecken oft Mühe, Gedanken und Aufwand dahinter und das verdient in jedem Fall ein Dankeschön.

Auch eine wohlwollende Äußerung, ein Kompliment, nimmt man dankend an, beispielsweise  „Oh vielen Dank, das ist aber nett!“ oder Freut mich, dass es Dir gefällt“.  Nicht, wie in einigen anderen Kulturkreisen wie in China, wo man immer versucht ein Kompliment zu verringern.

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Das Wort Danke kann auch etwas anderes ausdrücken. Zum Beispiel bitten wir eine Person um Hilfe und diese entgegnet: „Nein, ich kann dir nicht helfen“, wir erwidern mit „Danke“, wobei der Begriff in diesem Fall dann als ironische Reaktion bezüglich der unterlassenen Hilfe verstanden werden will.

Wie bedankt man sich? Beim Überreichen eines Geschenks bzw. beim Verlassen einer Einladung, wäre es ein Fauxpas nicht Danke zu sagen. Aber als Anerkennung des Geschenks, ist die Regel, dass man sich nachher „richtig“ bedankt. Das Essen hat man dann geistig und körperlich verdaut und das Geschenk vielleicht erst zu Hause ausgepackt und erlebt. Dann kann man erst die Einladung oder das Geschenk richtig achten und schätzen und das beim Danken ausdrücken.

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Tafelschokolade mit Danke drauf

Auf eine Einladung soll man immer antworten. Und das soll man so schnell wie möglich machen und mitteilen ob man kommt oder nicht. Bitte nicht warten bis das Datum für „spätestens antworten bis“ erreicht ist. Das lange Abwarten, nur um zu sehen ob nicht eine andere Einladung kommen könnte, ist eine Geringschätzung der ersten Einladung.
Der Gastgeber schätzt es immer, so früh wie möglich zu erfahren. Denn, bei mehreren Absagen, kann man umdisponieren und andere rechtzeitig einladen.

Auf eine Einladung soll man immer antworten. Und das soll man so schnell wie möglich machen und mitteilen ob man kommt oder nicht. Bitte nicht warten bis das Datum für „spätestens antworten bis“ erreicht ist. Das lange Abwarten, nur um zu sehen ob nicht eine andere Einladung kommen könnte, ist eine Geringschätzung der ersten Einladung.
Der Gastgeber schätzt es immer, so früh wie möglich zu erfahren. Denn, bei mehreren Absagen, kann man umdisponieren und andere rechtzeitig einladen.

Man muss sich für einen Dank nicht bedanken. Dann würde es nie aufhören. Wenn ich z.B. einem Freund beim Umzug helfe und dafür eine Flasche Wein als Dankeschön bekomme, muss ich mich für den Wein nicht besonderes bedanken. Die Hilfe wurde durch den Wein ausgeglichen. Beim Überreichen des Weins sagt man kurz Danke wie immer, aber sonst kommentarlos. Sollte man ein paar nette Worte dazusagen, ist es nett, ist aber nicht notwendig.

Leider geht das extra Bedanken mehr und mehr verloren. Diese Wertschätzung einer Einladung oder eines Geschenks, die bedeutet sehr viel für den Gastgeber bzw. den Schenkenden. Aufmunternde Worte, sind wichtig in dem sozialen Umfeld und ermuntern zusätzlich zum Weitermachen.
Ein Lob ist sehr viel Wert, wenn er vom Herzen kommt. Kommt er außerdem schriftlich, wird er als höchste Höflichkeit gesehen und viel geschätzt.

Die Dankeschön-Karte oder E-Mail könnte wie folgt aussehen:

Danke-Karte
  • Ausdruck Deiner Wertschätzung, besonders für ein Geschenk oder eine Einladung
  • Erwähne etwas über das Geschenk oder das Ereignis
  • Etwas über Deine nächsten Aktivitäten andeuten (falls zutreffend)
  • Nochmals bedanken und Abschluss
    So einfach kann es sein. Aber die Wirkung ist groß.

Durch ein einfaches „Dankeschön“ an der Supermarktkasse, oder bei der Putzfrau, bedankt man sich nicht nur bei denen, sondern man erweist ihnen auch den angemessenen Respekt, den jeder Mensch verdient hat.

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Bitte, das Zauberwort

Als Kind lernt man hoffentlich das Zauberwort „Bitte“ zu sagen. Dieses sehr wichtige Wort spricht einen höflich vorgetragenen Wunsch aus. Damit zeigt man, dass es kein Befehl ist und, dass wir kein Anrecht darauf haben und fordern können, sondern es ist ein Begehren. Dieses ist auch mit Freiwilligkeit verbunden.
Aber wichtiger ist wie man es sagt. Hier sind Körpersprache und Stimme ausschlaggebend. Mit einem Lächeln dazu, wird der Wunsch lieber erfüllt. Das Erfüllen wird damit ein Geschenk, das wir bekommen und wir freuen uns darüber. Und wir drücken das mit einem Dankeschön nachher aus.

Auch in der Business-Welt kann man Bitte bei Befehlen nutzen. Diese Höflichkeit klingt menschlicher und höflicher, was das Betriebsklima verbessern kann, soll aber trotzdem als Befehl verstanden werden. Wenn ein Bericht um 15 Uhr fertig sein soll, gilt das sowohl mit als ohne Bitte. Und freilich sagt der Chef Dankeschön, wenn der Bericht rechtzeitig fertig ist.

Du hast drei Möglichkeiten im Leben:
aufgeben, nachgeben oder alles geben.

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  Copyright © Sven Elmquist